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Tai Chi
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hat nichts mit Thailand zu
tun, deswegen besser "tai" als "thai", ganz exakt heißt
es Tal Chi Chuan;
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ist Entspannungsmethode,
"innere Kampfkunst", Gesundheitssportart und taoistische
Meditation in Bewegung;
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beruht auf dem Taoismus
und bedeutet "Höchstes Prinzip", einem Begriff der Philosophie des Yin und
Yang;
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oder "Shattenboxen"
wurde ursprünglich in China entwickelt und ist dort der Gesundheitssport.
Jeder Kiesel jeder Baum und jeder Mensch ist erfüllt von reiner
Lebensenergie, sagen die Chinesen. Wer dieses Chi (oder Qi) das auch
"Atem" heißt, lenken und leiten kann, erlebt mehr Glück, Harmonie und Stärke. Doch bei den meisten
Menschen, die in Industriegesellschaften leben, ist dieser Energiefluss gestört. Sie
entwickeln den Geist, vergessen dabei aber oft den Körper. "Wer vergisst, sich um seinen Körper zu kümmern; der wird
irgendwann krank. Dann kann auch der Geist nicht mehr richtig arbeiten", sagt Meister Ji-Ming Zhang, Tai Chi-,
Qi Gong- und Kung Fu-Lehrer. Der 52Jährige betreibt seit über elf Jahren das Tai
Chi-Zentrum Nürnberg in der Fürther Straße und weiß um die Wirkungen der alten
chinesischen Bewegungskunst.
Durch die langsamen und
fließenden Bewegungen wird die Aufmerksamkeit geschult, Haltung und Beweglichkeit verbessert. Man entspannt sich
und ist trotzdem voller Konzentration. Der Geist bleibt beim Körper und seinen
Bewegungen, betont der Meister, der seit über 40 Jahren Tai Chi, Qi Gong und Kung Fu trainiert
und seit Jahrzehnten auch unterrichtet, In der Praxis hat sich die Bewegungskunst unter
anderem günstig auf die Durchblutung, auf Rückenprobleme, Verdauungsbeschwerden
und zu hohen Blutdruck ausgewirkt. Die Menschen werden ausgeglichener und
haben mehr Energie, weiß Ji-Ming Zhang.
Die Basis des Tai Chi ist eine Abfolge von
fließenden Bewegungen, die so genannte Form. Die Bewegungsfolge ist traditionell
festgelegt, die Bewegungen haben bestimmte Bedeutungen. Im Laufe der Geschichte
bildeten sich aber verschiedene Stilarten heraus, die alle auf den gleichen Grundprinzipien
beruhen. Tai Chi ist eine Form der langen Wege und der Geduld. Deshalb sollte man diese auch
mitbringen, wenn man es erlernt. Regelmäßiges Training ist wichtig dann kann man ein Leben lang Krankheiten vorbeugen und
lange beweglich bleiben. Und man sollte Tai Chi von einem Meister lernen nicht aus Büchern oder auf eine andere Art und
Weise. Denn dann können sich Fehler einschleichen, betont Meister Ji-Ming
Zhang.
Übrigens: Ji-Ming Zhang lebt seit gut 18 Jahren in Deutschland. Und in dieser Zeit musste er nur ein paar
Mal zum Zahnarzt, sonst war er nie krank.
Anja Schiffel
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